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Trekking Tuscheti, Georgia - 5 Days July 2009

Was für eine geniale Reise! 5 Tage lang wanderten wir mit unserem Guide Gia von der Caucasus Trekking Company durch seine Heimat. Tushetien ist eine schwer zugängliche Hochebene, die entweder über Telavi oder über einen Pass aus Tschetschenien zu erreichen ist. Es mutete schon eigenartig an in einem Gebiet wandern zu gehen, dass an Dagestan und Tschetschenien grenzt, aber Tuschetien ist wirklich eine Reise wert und wir hatten nicht den Eindruck irgendwie in Gefahr zu sein. Eher haben wir die Natur und Abgeschiedenheit genossen. Fehlende Funkverbindungen und die Entfernung zur Zivilisation gaben uns das Gefühl auf uns gestellt zu sein. Natürlich war Gia dabei, aber auch er hatte keinen Empfang.

Der Weg von Telavi nach Omalo, dem Hauptort von Tuschetien, war schon unvergesslich. Etwa 7 Stunden fuhren wir eine Serpentinenstrasse hinauf, die an manchen Stellen einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Es geht an vielen Stellen sehr steil bergab und die Strasse ist auch nicht immer eben und abgesichert. Spannung ist auf jeden Fall garantiert. Und an jeder Kurve trifft man die Tuscheten, die auf Ihre and den Stellen verunglückten Freunde und Verwandten ein Schnäpschen trinken.

Oben angekommen trafen wir per Zufall erstmal auf Herrn Sakaschwili, der damals georgischer Präsident war und in Omalo das neue Naturschutzmuseum einweite. Auch wenn die Sicherheitskräfte direkt unsere Kameras in Beschlag nahmen und die Fotos löschten, konnten wir ein Bild des präsidialen Hubschraubers sichern.

In Omalo wurden die Pferde gepackt und los ging es zur ersten Übernachtung in einem kleinen Dorf auf einer malerischen Hügelkuppe. Von dort ging es weiter in die entlegenen Gebiete über schöne Berggrade mit tollen Aussichten über die Umliegenden Täler. An einem Berghang stellten wir dann die Zelte auf und beendeten den Tag mit einem wunderbaren Blick, der auch auf den Fotos zu sehen ist. Am folgenden Tag dann der Abstieg mit darauf folgender Flussüberquerung und Weitermarsch durch ein wunderschönes Tal. Der Tag endete auf einer grossen Ebene, wo wir auch in den Genuss kamen die Trägerpferde über die Ebene zu reiten. Ein unvergessliches Erlebnis.

Der nächste Tag führte uns über einen Pass ins nächste Tal. Auf der Strecke waren Schneefelder zu überwinden und ein Fluss zu durchwaten. Letzten Endes wurde der Strom dann aber doch zu wild und wir erfreuten uns der freundlichen Hilfe georgischer Grenzsoldaten, die uns in Ihrem Unimog durch den Fluss fuhren. Vollkommen durchnässt, da es zudem auch noch in Strömen zu regnen begonnen hatte konnten wir uns dann in der Militärbaracke aufwärmen.

Der vorletzte Tag der Reise führte uns nach Dartlo einem alten Dorf, wo Gia ein Schaf erwarb und dieses schlachtete und frische Schaschlikstäbe bereitete.

Auch wenn alles sehr verlassen und entlegen aussieht, die Schäfer sind und waren überall, da der wichtigste Beruf in Tuschetien der des Schäfers ist.

Von Dartlo ging es dann am nächsten Tag zurück nach Omalo. Die Reise beendeten wir mit einem wundervollen Abschlussabend im Haus von Gia. Das einzige, was nach dieser Tour ein wenig bevorstand war die Rückfahrt ins Tal. Man erinnere sich and die Hinfahrt. Die Rückfahrt erwies sich aber als doch nicht so schlimm, wahrscheinlich, weil wir sie ja schon kannten.

Abschliessend kann man sagen, dass Tuschetien ein wunderbarer Fleck Erde ist, der dazu einlädt Natur zu geniessen, sich auf die grundlegenden Bedürfnisse zu reduzieren und auch hier und da mal die Komfortzone zu verlassen. Gerne immer wieder. Ich kann es nur empfehlen.

Für die Anreise nach Tiflis kann ich Czech Airlines empfehlen. Die Reise verlief reibungslos.

Gern könnt Ihr mich kontaktieren, wenn Ihr Fragen habt.

Review tour organization (1=very good/ 5=very bad): 1
Review Guides (1=very good/ 5=very bad): 1
Review Equipment (1=very good / 5=very bad): 1
Tour operator name: Caucasus Trekking Company
Operator Webaddress: http://www.caucasus-trek.com/
Listing created Jul 15, 2015

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